Suche  
 






 
11.06.08
T-Systems, Nokia, RMV und Venyon setzen neue Standards fürs Handy Ticket / Mehr Komfort für Fahrgäste




Quelle: T-Systems

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), T-Systems, Nokia und Venyon stellten heute auf dem internationalen NFC-Forum in Frankfurt die nächste Ausbaustufe des RMV-HandyTickets für NFC-fähige Mobiltelefone vor. Die Lösung bietet ein größeres Fahrkartensortiment für das Handy und gleichzeitige Komfortverbesserungen für die Fahrgäste. Obwohl bereits jetzt der Kauf von Handytickets im RMV spontan, bequem und einfach möglich ist, zeigt die vorgestellte Weiterentwicklung, dass Gutes noch besser werden kann: So muss das Ticket für die Kontrolle künftig nicht mehr im Telefonspeicher des Handys gesucht werden. Bei NFC-fähigen Mobiltelefonen, die mit der vorgestellten Weiterentwicklung ausgerüstet sind, kann das Prüfpersonal der im RMV tätigen Verkehrsunternehmen gültige Tickets mit einem Kontrollgerät kontaktlos in wenigen Millisekunden prüfen - auch dann, wenn das Ticket nicht im Display des Mobiltelefons angezeigt wird. Das NFC-fähige Mobiltelefon ist lediglich in die Nähe des Kontrollgerätes zu bringen.

 

Zudem kann der RMV in absehbarerer Zeit das Fahrkartensortiment auf dem Handy erweitern, beispielsweise mit Zeitkarten, ohne den Komfort für die Zeitkarteninhaber zu schmälern: Das Handy ist immer parat, und die Suche nach der gültigen Fahrkarte wird wesentlich verkürzt.

 

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Fahrkarte auf der SIM-Karte im Handy abzulegen. Bei Wechsel des Handys kann die SIM-Karte in ein anderes NFC-fähiges Handy eingelegt werden – dies sollte besonders Nutzern entgegenkommen, die ein länger gültiges Ticket besitzen oder mehrere Handys nutzen.

 

Deutschlandweiter Standard für elektronisches Ticketing

 

Der deutschlandweit für Chipkarten gesetzte und vom RMV mitentwickelte „E-Ticket-Standard“ kommt bei der vorgestellten Lösung für NFC-fähige Handys zur Anwendung. Für Chipkarten und Handys müssen so keine verschiedenen Vertriebssysteme mehr vorgehalten werden. So können beispielsweise Tickets auf NFC-fähigen Handys mit demselben Kontrollgerät geprüft werden, das auch für die Chipkarte eingesetzt wird. Die Nutzung einheitlicher Standards bedingt, dass die vorgestellte Lösung künftig bei allen NFC-fähigen Handymodellen angewendet wird. Die Kunden erhalten somit eine einheitliche Nutzerführung beim Ticketkauf per Handy. Fahrgäste, die viel in Deutschland unterwegs sind, wissen das sicherlich zu schätzen.

 

Nutzung von NFC-Standards

 

Die vorgestellte Handyticket-Lösung basiert auf den aktuell verfügbaren Standards für NFC. Sie soll im RMV mit der im Herbst 2008 geplanten Markteinführung des NFC-fähigen Mobiltelefons Nokia 6212 zunächst für Einzelfahrkarten, Tages- und Zeitkarten in Frankfurt zur Verfügung gestellt werden. Sie wird jedoch auch auf dem bereits im Handel erhältlichen Geräten vom Typ Nokia 6131 NFC funktionieren. Mit der erwarteten Einführung weiterer NFC-fähiger Mobiltelefone wird die Lösung dann schrittweise ins Alltagsleben aller RMV Kunden Einzug halten.

 

Parallel dazu wird der RMV seine zurzeit nur in Frankfurt an den Haltestellen verfügbaren ConTags (Kontakt-Punkte) auf das gesamte RMV-Gebiet ausweiten. So wird neben dem schnellen Ticketkauf auch das Abrufen von aktuellen Fahrplaninformationen und sonstigen Neuigkeiten rund um die Mobilität verbundweit möglich. Kunden können sich dann an allen Haltestellen über den Fahrplan, die tatsächlichen Abfahrtszeiten, Betriebsstörungen oder Sonderverkehre topaktuell und mit nur einem „Klick“ informieren.

 

Die neue Ausbaustufe des RMV-HandyTicket für NFC-fähige Mobiltelefone wurde von T-Systems in Zusammenarbeit mit T-Mobile und Deutsche Telekom Laboratories entwickelt: Sie erfüllt die in der Zukunft geltenden Sicherheitsstandards und Anforderungen sowohl des öffentlichen Verkehrs in Deutschland als auch die eines Netzwerkbetreibers.

 

Venyon stellt im Auftrag des RMV als unabhängiger Dienstleister (Trusted Service Provider) alle Services zur Verfügung, die notwendig sind, die HandyTicket-Applikation sicher auf dem NFC-fähigen Handy der Kunden zu installieren – unabhängig davon, welchen Mobilfunkanbieter der Kunde gewählt hat. Hierzu sendet Venyon innerhalb weniger Sekunden eine SMS zum Handy des Fahrgastes. Nachdem diese bestätigt wurde, erfolgt die Installation der benötig-ten Software auf der SIM-Karte oder einem anderen Speicherchip des Handys. Im Anschluss können die gewünschten Fahrkarten auf das Handy geladen werden.

 

Über die NFC-Technologie: Die Near Field Communication Technologie (NFC) wurde von Philips und Sony entwickelt. NFC basiert auf der Kombination kontaktloser Übertragungsstandards, wie sie aus dem Chip-kartenbereich bekannt sind. Die Technologie ermöglicht die kontaktlose Übertragung von Daten über Entfernungen von bis zu 10 cm. Der NFC-Standard berücksichtigt wichtige Sicherheitsanforderungen, die für die Übertragung sensibler Daten zur Identifikation, zum Ticketing oder zum Bezahlen notwendig sind. Die Übertragung der Daten erfolgt auf einer Frequenz von 13,56 MHz. NFC ist in folgenden Normen standardisiert: ISO 18092, ISO 21481, ECMA (340, 352 and 356) and ETSI TS 102 190. Die Technologie ist kompatibel zu den weltweit im Einsatz befindlichen Chipkarten Standard ISO 14443 A/B...

 

(Quelle: T-Systems)








<- Zurück zu: Aktuelles