Weil Rohstoffe knapper werden und der Klimawandel droht, sind Alternativen zu Benzin, Diesel und Gas gefragt. Gemeinsam mit der Industrie fördert die Bundesregierung die praxisnahe Forschung für Antriebssysteme mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien.
Die kürzlich gegründete Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) soll bei der Entwicklung und Marktvorbereitung international konkurrenzfähiger Produkte auf die Tube drücken. Gemeinsam stellen der Bund und die Industrie in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro für die Benzinersatztechnologien zu Verfügung.
Die Initiative geht auf eine Vereinbarung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag und das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zurück.
Darüber dass fossile Kraftstoffe keine Zukunft haben, sind sich die Fachleute seit langem einig. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: "Wir müssen bei der Energieversorgung auf innovative, zukunftsgerichtete Lösungen setzen. Das gilt ganz besonders für den verbrauchsintensiven Verkehrs- und Gebäudebereich. Mit dieser Technologie können wir langfristig die CO2-Emissionen reduzieren und gleichzeitig unsere Abhängigkeit vom Öl verringern."
Zeigen, was heute schon geht
Das Ziel ist klar: Aus Forschung und Entwicklung sollen marktfähige Produkte zur Energieversorgung entstehen. In anschaulichen Demonstrationsprojekten wird die Alltagstauglichkeit bereits einsatzfähiger Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie erprobt. "Damit investieren wir nicht nur in unsere Umwelt, wir schaffen auch zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland", betont Teifensee.
NOW soll sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Feld der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien koordinieren, insbesondere das Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das Programm verknüpft zahlreiche einzelne Projekte von Wissenschaft und Industrie zu einem Gesamtprogramm. Es ist eine auf zehn Jahre angelegte öffentlich-private Partnerschaft ("Public-Private-Partnership"). Sie wird getragen von Industrie und Wissenschaft sowie den Bundesministerien für Verkehr, Wirtschaft, Umwelt und dem Bundesfinanzministerium.
Die zur Umsetzung des Programms gegründete NOW-GmbH ist zugleich die zentrale Kontaktstelle für deutsche und internationale Unternehmen der Branche.
Quelle: Magazin für Wirtschaft und Finanzen der Bundesregierung